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Wir schreiben den 25. Dezember 2015. Ich bin daheim, am Land, in Niederösterreich und begehe den heiligen Abend mit Familie. Dabei bin ich erst vor zwei Tagen von einer längeren Reise zurückgekehrt, die mich an die andere Seite des Globus geführt hat. Genauer gesagt nach Chongqing, China, einem vertrauten Ort, der sich dennoch stark verändert hat.
Gründe für meinen Aufenthalt von Anfang November bis Ende Dezember gab es viele. Allen voran jener, einer Person, die mir über die letzten zwei Jahre ebenfalls sehr ans Herz gewachsen war, einen bedeutenden Teil “meiner Welt” näher zu bringen. Dieser Plan ging auf. Wir hatten gewissermaßen beide die Möglichkeiten etwas dazu zu lernen, waren wir doch für ein Praktikum vom Organhaus Artspace eingeladen worden. Da es für mich bereits der zweite Aufenthalt dieser Art war, konnte ich so zugleich auch auf alte Bekanntschaften und Erfahrungen aufbauen und meine Sprachkenntnissen entsprechend verbessern.

Die lokale Kunstszene und ihre Entwicklung entlang der Huangjueping Lu und dort ansässigen Organisationen, wie dem Organhaus, war schon 2013 Bestand einer Feldforschung im Vorfeld meiner Masterarbeit. Hier hatte sich einiges getan, der internationale Künstleraustausch florierte. Neben Deutschen waren diesmal auch Australier und Kantonesen in Residenz. Die Szene war mit dem DAC, um eine Galerie reicher geworden. Das Organhaus wiederum mit Partnerinstituten im Zentrum und Norden der Stadt ebenfalls gewachsen. Aber auch die städtische Infrastruktur hatte sich binnen nur eines Jahres immens erweitert. Ein Gif des Metrobaus über die letzten zehn Jahre, verdeutlicht dies anschaulich:

(c)CRT Chongqing – wiki.commons

Neue Stadtteile, wie der 2013 noch im Bau befindliche Huxi Campus im Westen, der sich passend zu seinem Namen zu einer wahrhaftigen “University Town” gemausert hat, waren in der Zwischenzeit fertig gestellt, neue bereits in Angriff genommen worden. Die Stadt/Provinz Chongqing, die schon jetzt mit ihrem ländlichen Verwaltungszonen das bevölkerungsreichste Einzugsgebiet der Welt darstellt, wird deshalb meiner Voraussicht nach in den nächsten 10 bis 20 Jahren auch als Stadt diesen Titel tragen. Die Masse an Eindrücken und Erfahrungen lässt sich nur schwer in Worte fassen und während ich mich an dieser Stelle herzlich bei meinen Freunden und Bekannten vor Ort, allen voran Lili, Yang Shu und Ni Kun bedanken möchte, die diese Reise erst möglich gemacht haben – möchte ich meine Erfahrungen anhand meiner Fotos erzählen.

zu letzteren geht es hier:

China Revisited 2015

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